Schulentwicklung

Das Schuprogramm der Carl-Orff-Realschule

Gliederung
1. Einleitung
2. Unterrichtsentwicklung
2.1…..Entwicklung schulinterner Arbeitspläne
2.2…..Förderunterricht
2.2.1..Leseförderung
2.2.2..Förderunterricht in der 5. Klasse
2.2.3..Förderung in den 9. Klassen
2.3…..PES-Projekt
2.4…..Parallelarbeiten
2.5…..Methodentraining in der Orientierungsstufe
3. Organisationsentwicklung
3.1…..Beibehalten des Klassenverbandes
3.2…..Umstrukturierung der Stundentafel
3.3…..Einführung des Wahlpflichtfaches Sport
3.3…..Multimediale Neuorganisation
3.5…..Kooperation
3.5.1…- mit den Eltern
3.5.2…- innerhalb des Kollegiums
3.5.3…- mit anderen Schulen
3.5.4…- mit außerschulischen Partnern
3.5.5…- mit dem Schulpsychologischen Dienst
4. Evaluation
4.1….. Schulprofil Musik
5. Förderung sozialer Kompetenzen
5.1…..Sozialtraining – Erwachsen werden ab Klasse 5
5.2…..Mediation
5.3…..Präventionskonzepte
6. Berufsorientierung
7. Fortbildungsplanung für die Lehrkräfte
7.1…..Medienkompetenz
7.2…..Sozialtraining – Erwachsen werden
7.3…..Fortbildungsbedarf

1. Einleitung
An der Carl-Orff-Realschule ist im Schuljahr 2002/03 ein Qualitätsprogramm mit einer großen Anzahl von Schwerpunkten erarbeitet worden, die jedoch nur zum Teil umgesetzt und evaluiert werden konnten.
Für die Optimierung von unterrichtlicher Arbeit hat sich das Methodentraining als zentraler Schwerpunkt herauskristallisiert. Hierzu wurde ein Konzept erarbeitet, das in den nächsten Jahren in allen Klassenstufen seinen Niederschlag finden soll.

2. Unterrichtsentwicklung
2.1 Entwicklung schulinterner Arbeitspläne
Im Mai 2005 wurde das Kollegium im Rahmen einer Gesamtkonferenz durch die Referentin Frau Dr. Pikowski über Bildungsstandards und die Entwicklung von Arbeitsplänen informiert. In den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik sind auf schulübergreifender Ebene Arbeitspläne für die Orientierungsstufe entwickelt worden. Diese wurden auf schulinterne Schwerpunkte zugeschnitten. Darüber hinaus werden in regionalen Arbeitsgruppen die Arbeitspläne für die Klassenstufen 7-10 in Angriff genommen.
2.2 Förderunterricht
Ziel des Förderunterrichtes ist es
unterschiedliche Grundschulvoraussetzungen auszugleichen und somit die Misserfolge der Kinder bereits zu Beginn ihrer Schulzeit an der Carl-Orff-Realschule zu reduzieren.
durch Reduzierung der Lerngruppengröße eine intensive Förderung der
Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen.
2.2.1 Leseförderung
Buchpatenschaften
Seit dem Schuljahr 2004/05 wird eine Bibliothek für die Orientierungsstufe aufgebaut, die sich über Buchpatenschaften finanziert. Eltern werden Paten von Büchern, indem sie die Kosten der Bücher übernehmen und diese der Schule zur Verfügung stellen. Diese Buchpatenschaften wurden am letzten Tag der offenen Tür vorgestellt und sollen in den nächsten Jahren in diesem Rahmen fortgeführt werden.
Vorlesewettbewerb
In der Orientierungsstufe werden Wettbewerbe innerhalb der Klassen und Klassenstufen angestrebt.
Vertretungsstunden
In den Vertretungsstunden soll Leseförderung stattfinden. Der Aufbau der Schülerbibliothek ist in den letzten Jahren begonnen worden und es stehen mittlerweile mehrere Klassensätze an altersgemäßer Lektüre für Förder- und Vertretungsstunden bereit. Weiteres Lesematerial muss in den nächsten Jahren angeschafft werden.
Mit Hilfe von Leseverständnistests werden wir in den kommenden Jahren versuchen, Fortschritte im Bereich der Lesekompetenz zu evaluieren.
2.2.2 Förderunterricht in der 5. Klasse
Seit Mitte des Schuljahres 2004/05 wird Förderunterricht in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik angeboten, der seine Fortsetzung im laufenden Schuljahr in modifizierter Form findet. Grundvoraussetzung für die Umsetzung dieses Konzepts ist eine gute Lehrerversorgung. Die Organisationsform gestaltet sich wie folgt: Jeweils in einer Stunde werden individuelle Lerngruppen zusammengestellt, die von zwei Deutsch-, Englisch- und Mathematiklehrkräften unterrichtet werden. Die Zusammensetzung der Gruppen setzt eine enge Absprache zwischen der Förderlehrkraft und der Fachlehrkraft voraus, die den Regelunterricht innehat.
Leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler können hier gezielt gefördert und gefordert werden. Die Lernhindernisse von schwächeren Kindern können in diesen Stunden effizienter abgebaut werden. Insgesamt wirkt diese Leistungsdifferenzierung motivierend. Dies kommt dem Regelunterricht zugute und führt allgemein zu einer Verbesserung des Lernklimas im Regelunterricht.
2.2.3 Förderung in den 9.Klassen
In dieser Klassenstufe haben sich bei der Umsetzung der unter 2.2.2 beschriebenen Fördermaßnahme Schwierigkeiten ergeben. Die zu bewältigende Stofffülle hat gezeigt, dass es sinnvoller ist, hier den Unterricht durchgehend in der Hand der Fachlehrkraft zu belassen.
2.3. PES-Projekt
Über PES konnten fast 1000 Stunden pro Jahr gehalten werden. Ein Großteil der Stunden wurde dazu genutzt, die Regelstunden der fehlenden Lehrkräfte aufzufangen. Folgende Punkte haben sich dabei als positiv erwiesen:
Minimierung des Unterrichtsausfalls und Entlastung der Kolleginnen und Kollegen.
Projekte (siehe Suchtprävention) – auch mit außerschulischen Referenten – können über PES realisiert werden. Schule bekommt Impulse von außen. Dies ist für eine pädagogische Arbeit sehr sinnvoll.
Über PES konnte im Schuljahr 2004/05 ein Teil des Förderkonzepts unserer Schule realisiert werden.
2.4 Parallelarbeiten
In den und Klassenstufen 5 und 7 wird in Fächern der Fächergruppe I die vorletzte Klassenarbeit als Parallelarbeit geschrieben. Nur im Fach Englisch wird auch in den Klassenstufen 6 und 8 die vorletzte Arbeit als Parallelarbeit geschrieben.
Die Parallelarbeiten werden im Vorfeld durch die Lehrkräfte der jeweiligen Jahrgangsstufe konzipiert und die Ergebnisse im Anschluss besprochen. Die Ergebnisse werden schriftlich dokumentiert.
Eine weitergehende Kooperation, z.B. Erarbeitung von Standards, Aufbau und Weiterentwicklung gemeinsamer Aufgabenpools innerhalb der Fachgruppe, gibt es teilweise. Es erfolgen häufig Absprachen der Kolleginnen und Kollegen im Vorfeld einer Klassenarbeit.
2.5 Methodentraining in der Orientierungsstufe
Seit dem Schuljahr 2004/05 ist eine Arbeitsgruppe Methodentraining beauftragt, ein Konzept für die Orientierungsstufe -beginnend mit der 5. Klasse- zu entwickeln und umzusetzen. Nach diesem ersten Jahr intensiver praktischer Erfahrungen werden die Kolleginnen und Kollegen das Konzept weiter zu verändern versuchen, um es sukzessiv in höheren Klassen einzusetzen.
In mehreren Treffen kristallisierten sich folgende Pfeiler für ein kommendes Methodentraining heraus:
Die Fachlehrkräfte einer Klasse bilden Teams, die sich immer wieder über weiteres Vorgehen abgleichen. In regelmäßigen Abständen treffen sich die Klassenlehrerinnen und -lehrer mit dem Koordinator der Orientierungsstufe, um die bisher umgesetzten Schritte des Methodentrainings zu evaluieren.
Das Methodentraining soll als Permanenzprinzip durchgeführt werden, d.h. alle in den betreffenden Klassen unterrichtenden Lehrkräfte wenden das Methodenprinzip an.
Bedeutung der Elternarbeit für das Methodentraining:
Von großer Bedeutung ist die Beteiligung und die Zustimmung der Eltern bei dem Projekt Methodentraining. Deshalb hat der Leiter der Orientierungsstufe die Eltern bei der Begrüßungsveranstaltung der 5. Klassen über wesentliche Grundlagen der Funktionen unseres Gehirns und die didaktischen Konsequenzen für eine „neue Lernkultur“ informiert. Neben der Sensibilisierung für das Methodentraining sind den Eltern noch konkrete Tipps gegeben worden, um ihre Kinder bestmöglich unterstützen zu können.

3. Organisationsentwicklung
3.1 Beibehalten des Klassenverbands von 5-10
Ab dem Schuljahr 2003/04 wurde die Organisationsform, die Klassen nach der 6. und 8. Klasse nach Wahlpflichtfächern neu zusammenzusetzen, aufgegeben. Vielmehr bleiben die Schülerinnen und Schüler im Klassenverband von der 5.-10. Klasse. Schülerkontakte bleiben auf diese Weise erhalten. Ein konstantes Klassengefüge schafft in aller Regel eine Atmosphäre des Vertrauens. Dies ist für ein gutes Arbeitsklima unabdingbar.
Die Rückmeldung seitens der Schüler- und Elternschaft ist überwiegend positiv. Kolleginnen und Kollegen, die anfangs ihre Bedenken geäußert haben, stehen bis auf Ausnahmen der Organisationsform offen gegenüber.
Die Beibehaltung des Klassenverbandes erfordert jedoch eine verstärkte Kooperation der Lehrkräfte und ein höheres Maß an organisatorischen Absprachen im Bereich der Wahlpflichtfächer. Die parallel stattfindenden Kurse werden im Zweistundenrhythmus unterrichtet. Dies wirkt sich nach Aussage der Kolleginnen im Fach Französisch für die Vermittlung des Lernstoffes nachteilig aus.
3.2 Umstrukturierung der Stundentafel
Im Rahmen der schuleigenen Schwerpunktsetzung hat eine Arbeitsgruppe, der ca. ein Drittel des Kollegiums angehörte, einen Vorschlag erarbeitet mit dem Ziel, die Stundentafel zu optimieren. Die neue Stundentafel wurde durch die entsprechenden Gremien im Frühjahr 2004 angenommen und mit Beginn des Schuljahres 2004/05 umgesetzt. Es wurde u. a. Folgendes verändert:
Reduktion der 1-stündigen Fächer
Ziel: Größerer Lernerfolg durch mehr Kontinuität in der Unterrichtsarbeit.
Angebot jedes Wahlpflichtfaches mit einem Umfang von vier Wochenstunden in Klasse 7-10
Ziel: Stärkung der Position des Wahlpflichtfaches als wesentliches Bildungsmerkmal der Realschule.
3.3 Einführung des Wahlpflichtfaches Sport
Mit Beginn des Schuljahres 2004/05 wurde im Rahmen der schuleigenen Schwerpunktsetzung das Wahlpflichtfach Sport eingeführt. Motive dafür waren folgende:
Schaffen eines breiten Angebotes für die Schülerinnen und Schüler hinsichtlich der späteren Berufsorientierung
Förderung der Persönlichkeitsbildung, indem soziale Kompetenz erlangt, Handlungsfähigkeit hinsichtlich eigenverantwortlicher Organisation von Sport geschult und Gesundheitserziehung gelehrt wird
Nutzen der guten sportlichen Rahmenbedingungen der Carl-Orff-Realschule. Dies beinhaltet auch die Zusammenarbeit mit ansässigen Vereinen (Hockey, Tennis u.a.).
Das Wahlpflichtfach Sport möchte in erster Linie Einblicke in die Theorie des Sports (z.B. Trainingslehre, Sportanatomie) vermitteln, um somit den Zusammenhang zwischen Theorie und Praxis herzustellen. Dies ist rückblickend auf das erste Jahr, in dem dieses Fach unterrichtet wird, sehr gut gelungen.
Angelehnt an den Lehrplan Wahlpflichtfach Sport sind die verschiedenen theoretischen Module mit diversen praktischen Sportarten sinnvoll und frei kombiniert worden. Dabei bietet das Wahlpflichtfach Sport die besondere Chance, den Schülerinnen und Schülern aufgrund der geringeren Gruppengröße Sportarten näher zu bringen, die im klassischen Sportunterricht nicht oder nur schwer behandelt werden können (Tennis, Minitrampolin und Badminton).
Durch die intensive praktische Arbeit kann besonders die Sozialkompetenz der Kinder und Jugendlichen gefördert werden. Ein Beispiel ist das Aufwärmen zu Beginn einer Sportstunde unter Schüleranleitung. Dabei zieht sich die Lehrkraft in die Rolle des Beobachters zurück.
Als Fazit ist festzuhalten, dass das Wahlpflichtfach Sport im Wahlpflichtfachkanon eine Bereicherung darstellt, die von den Schülerinnen und Schülern der Carl-Orff-Realschule sehr gut angenommen wird.
3.4 Multimediale Neuorganisation
Die im Schuljahr 2004/05 begonnene Erneuerung der Medien (Fernseher, Videorecorder, DVD-Player, Overheadprojektoren, Beamer) wird auch in den kommenden Jahren kontinuierlich weitergehen und mit den aktuellen Entwicklungen Schritt halten.
Bereits im Schuljahr 2004/05 begann die Umsetzung der Neukonzeption des Computerbereichs. Ein neues Computerlabor wurde eingerichtet, das PC-Arbeitsplätze für eine ganze Schulklasse bietet und es so in allen Fächern ermöglicht, den Computer in den Unterricht einzubeziehen. Nicht nur die räumliche Anordnung wurde neueren pädagogischen Erkenntnissen angepasst, sondern auch das Netzwerk wurde so gestaltet, dass sowohl angeleitetes als auch selbstständiges Arbeiten durch die Schülerinnen und Schüler möglich ist.
Das errichtete Schulnetzwerk, in das auch die Lehrkräfte integriert sind, ermöglicht es den Kolleginnen und Kollegen, via W-LAN mit ihren eigenen Notebooks im Lehrerzimmer online zu gehen.
Das System ist so konzipiert, dass eine problemlose Erweiterung bis hin zur Vernetzung aller Klassensäle möglich wird. Eine Erweiterung ist bereits im Schuljahr 2005/06 durch die Integration der beiden anderen Computerlabore in das Netzwerk erfolgt.
Parallel zum Schulnetzwerk wurde ein Verwaltungsnetzwerk aufgebaut, zu dem auch die Kolleginnen und Kollegen begrenzt Zugang haben. So wird es möglich, Informationen, Vordrucke etc. schneller für das Kollegium bereit zu stellen. Auch dieses System sieht in seiner Konzeption eine Erweiterung vor.
3.5 Kooperation
3.5.1 Kooperation mit den Eltern
Das Kollegium der Carl-Orff-Realschule ist um einen steten Kontakt zu der Elternschaft bemüht, in Form von Einzelgesprächen, Klassenelternabenden, Stammtischen, Grillabenden, Konzerten. Seit Jahren engagieren sich Eltern bei den zahlreichen Aktivitäten während des Schuljahres. Sie bringen sich ebenso in den Schulentwicklungsprozess ein, arbeiten aktiv an Studientagen mit und leisten damit einen wichtigen Beitrag im Rahmen der Qualitätsprogrammarbeit.
Aufgrund vieler Klagen seitens der Eltern wie der Lehrkräfte hinsichtlich der Bereitschaft von Schülerinnen und Schülern zu konsequentem Erledigen von Hausaufgaben und Mitbringen von Arbeitsmaterialien erarbeitete eine Gruppe am Studientag im Juli 2005 ein Konzept zur Verbesserung dieses Zustandes. Konkret heißt das: Alle Kinder und Jugendlichen, die durch unregelmäßiges Arbeiten auffallen, werden zum nachmittäglichen Nacharbeiten in der Schule verpflichtet. Im rotierenden System übernimmt eine Lehrkraft die Aufsicht. Die Resonanz der Eltern ist bisher sehr positiv. Sie fühlen sich ein Stück weit von der Schule unterstützt.
3.5.2 Kooperation innerhalb des Kollegiums
Neben den für einen gut funktionierenden Schulalltag unabdingbaren Absprachen finden Teamsitzungen mit den Lehrkräften einer Klasse bzw. einer Klassenstufe statt. Die Lehrerinnen und Lehrer werden auf diese Weise schnell und umfassend über Leistungs- und Verhaltensprobleme einzelner Schülerinnen und Schüler informiert. Die Teamsitzungen finden jeweils in Anwesenheit des Schulleitungsmitgliedes statt, das für die Klassenstufe zuständig ist.
3.5.3 Kooperation mit anderen Schulen
Diese Kooperation gestaltet sich vielfältig. Es findet ein halbjährlicher Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit Lehrkräften der benachbarten Grundschulen sowie der Gymnasien statt. Ab diesem Schuljahr soll den Lehrerinnen und Lehrern die gegenseitige Hospitation ermöglicht werden. Dadurch gewinnt die einzelne Lehrkraft einen größeren Einblick in Anforderungen und Arbeitsweisen der anderen Schulart.
Jedes Treffen steht unter einem Arbeitsthema. Beim letzten Treffen haben die zahlreichen Teilnehmer beschlossen, sich zweimal im Jahr zu treffen. Unsere Schulpsychologin bereitet in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung für jedes Treffen Arbeitsschwerpunkte vor. Diese Themen werden dann von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Kleingruppen bearbeitet und im Plenum präsentiert. Mittelfristig ist eine enge Verzahnung von Primar- und Sekundarstufe beabsichtigt, um z.B. Methoden, die in der Primarstufe eingeübt werden, in modifizierter Form in den weiterführenden Schulen zu intensivieren.
Aufgrund des großen Bildungsangebotes der Berufsbildenden Schule besuchen die Neuntklassschülerinnen und -schüler die Ausbildungsmesse, die jährlich angeboten wird.
Darüber hinaus finden auf Schulleitungsebene regelmäßige Treffen statt. Dies gilt ebenso für die Grundschulen wie für das benachbarte Gymnasium.
3.5.4 Kooperation mit außerschulischen Partnern
Im Rahmen von Veranstaltungen wie dem B.O.S.S.-Tag und dem Gesprächskreis Schule–Wirtschaft kommen Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Vertreter von großen Wirtschaftsunternehmen in die Carl-Orff-Realschule, um die Jugendlichen mit den Anforderungen der Arbeits- und Berufswelt vertraut zu machen. Diese Vernetzung von innerschulischem und außerschulischem Umfeld wird in Zukunft noch weiter intensiviert werden.
Weiterer Kontakt besteht zu Sponsoren wie den Banken, die z.B. in diesem Schuljahr den naturwissenschaftlichen Bereich durch den Kauf von Mikroskopen unterstützen.
3.5.5 Kooperation mit dem Schulpsychologischen Dienst
Seit Beginn des Schuljahres 2004/05 kommt die Schulpsychologin Frau Münz-van Quekelberghe regelmäßig für Eltern- und Schülersprechstunden einen Vormittag im Monat in die Schule. Sie unterstützt die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen bei verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen. Sie berät Eltern und gibt ihnen Orientierungshilfen.
Seit einem Jahr sind wir ebenfalls in der Lage, einen wissenschaftlich anerkannten IQ-Test durchzuführen. Herr Scheve erhielt von Frau Münz-van Quekelberghe eine fundierte Einführung in die Handhabung und Auswertung des Tests. So konnte Frau Münz-van Quekelberghe in mehreren Fällen von Herrn Scheve unterstützt werden. Dieser Test kann den Eltern zusätzliche Entscheidungshilfen geben.

4. Evaluation
4.1 Schulprofil Musik
Bläserklassen
Das Angebot der Bläserklassen wird seit Beginn 2002/03 von Eltern, Schülerinnen und Schülern mit großem Interesse wahrgenommen. In jedem Schuljahr gab es bisher mehr Anmeldungen als Plätze. Der Start einer zweiten Bläserklasse im Jahr 2003/04 war problemlos möglich und wir befinden uns in diesem Schuljahr bereits im vierten Durchlauf. Die Einrichtung einer zweiten (parallel laufenden) Bläserklasse in einer Jahrgangsstufe ist durch die rückläufigen Schülerzahlen noch nicht zu Stande gekommen. Besonderes Engagement der Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte sowie Ehemaliger zeigt sich bei durchgeführten außerunterrichtlichen Workshops und der so genannten „Bläsernacht“. Die Bläserklassen gestalten viele Schulveranstaltungen aktiv mit (Begrüßung der neuen 5. Klassen, Kennenlernfrühstück, Tag der offenen Tür, Weihnachtsvorspiel, Schulkonzert) und vertreten die Schule auch außerhalb (z.B. Spiel auf dem Weihnachtsmarkt). Viele Schülerinnen und Schüler entscheiden sich nach dem Ende der zwei Bläserklassenjahre weiterhin ein Instrument zu spielen und viele finden sich in der Band-AG bzw. im Wahlpflichtfach wieder.
Wahlpflichtfach Musik
Der Ausbau des Wahlpflichtfaches in Klassenstufe 9/10 hat erfolgreich im Schuljahr 2004/05 begonnen. Im Rahmen der Stundentafelentwicklung gestaltet sich der Wahlpflichtfachbereich zum jetzigen Zeitpunkt wie folgt: wahlweise in Klasse 7 oder 8 einjährig und in Klasse 9 und 10 zweijährig jeweils 4-stündig.
Durch die Anschaffung von weiteren Instrumenten (Gitarren, Keyboards, Saxophone, Percussion-Instrumente) konnte das Schulinstrumentarium mittlerweile so aufgestockt werden, dass gerade in den Wahlpflichtfächern der beabsichtigt hohe Praxisanteil (Klassenmusizieren) umgesetzt werden kann. Die von den Eltern und Schülerinnen und Schülern gewünschten Konzert- und Musiktheaterbesuche wurden im letzten Schuljahr angeboten und fanden regen Anklang.
Arbeitsgemeinschaften Musik
Der Wunsch nach einer Erweiterung des AG-Bereichs wurde bisher nicht erfüllt. Zum jetzigen Zeitpunkt müssen wir leider sogar einen Abbau dokumentieren. Auch war es in diesem Schuljahr nicht möglich, die Unterstufen-AG für alle 5. und 6. Klassen wie bisher in einer geblockten 6. Stunde anzubieten.
Der AG-Bereich sollte den Schülerinnen und Schülern aller Jahrgangsstufen die Möglichkeit bieten, ihre Neigungen und Fähigkeiten im instrumentalen, vokalen und experimentellen Bereich in einer entsprechenden musikalischen AG einzubringen und auszubilden. Dies eröffnet die große Chance, die Schule in der ganzen Vielfalt eines Musik-Profils nach außen hin zu präsentieren und sich von anderen Schulen abzuheben. Außerdem bestehen hier hervorragende Möglichkeiten zur Bildung von Schlüsselqualifikationen wie z.B. Teamfähigkeit, Sozial- und Methodenkompetenz.
Besonders hohe zeitliche Belastung des Fachbereichs Musik
Die Wartung und Verwaltung der über 60 Blasinstrumente ist dauerhaft sehr zeitintensiv und erfordert im Zusammenhang mit der Mitgestaltung der zahlreichen Schulveranstaltungen, des großen Schulkonzerts sowie des Auftretens bei diversen außerschulischen Veranstaltungen, der Organisation der Probenfreizeit und der Durchführung der außerunterrichtlichen Workshops mindestens 2-3 Funktionalermäßigungsstunden.

5. Förderung sozialer Kompetenzen
5.1 Sozialtraining Erwachsen werden ab Klasse 5
Das Programm Erwachsen werden setzt das im Jahr 2000 begonnene Programm KoJuSchu (=Kooperation Jugend und Schule) fort und hat zum Ziel, das Selbstbewusstsein von Schülerinnen und Schülern zu stärken. Seit Beginn des Schuljahres 2003/04 wird es ab der 5. Klasse durchgeführt. Voraussetzung dafür ist eine Ausbildung von Kolleginnen und Kollegen in ein bzw. zwei Seminaren. Bisher haben sieben Lehrkräfte die Fortbildung besucht. Diese sind vorzugsweise in der Orientierungsstufe eingesetzt und arbeiten klassenübergreifend im Team. Für die Effizienz des Programms unerlässlich ist eine sog. Erwachsen werden – Stunde, die eigens im Stundenplan ausgewiesen wird.
5.2 Mediation
Die Mediation durch Konfliktlotsen wurde im Herbst 2001 im Rahmen der Kooperation zwischen der Carl-Orff-Realschule und dem Kreisjugendamt Bad Dürkheim im gemeinsamen Projekt Miteinander leben erarbeitet. Es wurden ca. 70 Schülerinnen und Schüler aus der 9. Jahrgangsstufe in einem Lehrgang unterrichtet. Sie erhielten ein Abschlusszertifikat nach einer schriftlichen Überprüfung.
In der 7. Klassenstufe beginnt in diesem Schuljahr ein neuer Lehrgang zum Thema Mediation, der mit einer Prüfung abgeschlossen wird. Dadurch bleiben die ausgebildeten Jugendlichen über einen längeren Zeitraum der Schule erhalten.
Ziel ist es nach wie vor, eine Verbesserung des sozialen Klimas durch eine veränderte Konfliktbewältigung zu erreichen und die Schülerinnen und Schüler in ihrer Eigenverantwortlichkeit zu stärken.
5.3 Präventionskonzepte
Aufgrund aktueller Drogenproblematik im Schuljahr 2004/2005 wurde ein Konzept zur Suchtprävention erarbeitet. Dies findet im laufenden Schuljahr seine Umsetzung. Die Schülerinnen und Schüler werden fächerübergreifend für das Thema Sucht in all seinen Facetten sensibilisiert und über die Gefahren und Risiken aufgeklärt. Neben der reinen Wissensvermittlung werden die Schülerinnen und Schüler durch Exkursionen in die Thorax-Klinik Heidelberg auch mit den Auswirkungen von Sucht konfrontiert.
Neben dem Programm Erwachsen werden, das die Schülerinnen und Schüler in ihrer Selbstwahrnehmung, ihrem Selbstwertgefühl und ihrem Selbstbewusstsein zu stärken versucht, werden ab Herbst 2005 Tage der Orientierung für die Klassenstufe 8 angeboten. Die Jugendlichen sollen mit Hilfe dieser Maßnahmen sensibilisiert werden gegen Versuchungen unserer Gesellschaft.

6. Berufsorientierung
Es ist das Ziel der Realschule, die uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler fit zu machen für die Berufs- und Arbeitswelt. Hierzu gehört nicht nur die rein output-orientierte Wissensvermittlung und die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen, sondern auch der Erwerb von Handlungskompetenzen.
Zu den bewährten Elementen wie Betriebspraktikum, Betriebsbesichtigungen, B.O.S.S.-Tag, Zusammenarbeit mit dem Berufsberater der Agentur für Arbeit ist im Schuljahr 2004/2005 das Projekt Schule und Wirtschaft hinzugekommen. Er ermöglicht den Jugendlichen, erste Kontakte mit Vertreterinnen und Vertretern von Betrieben und weiterführenden Schulen der Region zu knüpfen.
Im laufenden Schuljahr ermöglicht ein weiteres Projektangebot den Schülerinnen und Schüler, die Anforderungen eines erfolgreichen Bewerbungsgesprächs zu trainieren.
Darüber hinaus sind die Klassenlehrerinnen und -lehrer der 9. Klassen wichtige Begleiter bei der Berufsorientierung ihrer Schülerinnen und Schüler. Regelmäßiger Gesprächskontakt mit den Jugendlichen und den Eltern ist notwendig, um über den aktuellen Bewerbungsstand informiert zu sein und ggf. Hilfestellungen zu geben.
7. Fortbildungsplanung für die Lehrkräfte
7.1 Medienkompetenz
Der Computerbereich der Carl-Orff-Realschule ist mit Beginn des laufenden Schuljahres umstrukturiert und erweitert worden. Auf schulinterner Ebene ist daher eine Schulung des Kollegiums unabdingbar, um eine optimale Nutzung eines Systems von ca. 70 Computern, separatem Schul- und Verwaltungsnetz zu erreichen. Die Schulung erfolgt durch Kollegen bzw. Mitglieder der Schulleitung.
7.2 Sozialtraining – Erwachsen werden
Seit dem Schuljahr 2003/04 werden Kolleginnen und Kollegen in dem von Lions Quest organisierten Programm Erwachsen werden geschult. Mittlerweile haben sieben Lehrkräfte ein bzw. zwei Seminare besucht. Aufgrund der Effizienz des Programms besteht ein Bestreben seitens der Schulleitung, noch weitere Lehrkräfte zur Teilnahme und damit zur Qualifikation für die Durchführung des Programms zu motivieren.
7.3 Fortbildungsplanung für die Lehrkräfte
Intensivierung der fachspezifischen Fortbildung
Teamentwicklung
Kommunikationstraining
Konfliktmanagement

Schulleitungsevaluation an der Carl-Orff-Realschule und an der Carl-Orff-Realschule plus:

Am Ende des Schuljahres 2006/2007 waren alle Kolleginnen und Kollegen der COR aufgefordert anonym die Schulleitung mittels eines Frage-bogens, welcher insgesamt 54 Fragen umfasste, zu evaluieren.

Die Befragung wurde per PC ausgewertet und das Gesamt-ergebnis dem Kollegium durch Aushang bekannt gemacht. Gleichzeitig setzte sich die Schulleitung intensiv mit den Ergebnissen der Befragung auseinander.

In einer der ersten Dienstbe-sprechungen des Schuljahres 2007/2008 besprach die Schulleitung die Ergebnisse mit dem Kollegium, legte für sich selbst Handlungsschwerpunkte fest und erarbeitete mit dem Kollegium Verbesserungs-möglichkeiten.

Im Fragebogen zur Schulleitungs-evaluation des Schuljahres 2007/2008 wurden einige unklare Fragen konkretisiert werden. Des Weiteren wird dem Wunsch des Kollegiums entwprochen den Fragebogen um 10 bis 20 Fragen zu ergänzen, welche sich nicht auf die Schulleitung als Team, sondern auf die verschiedenen Schulleitungsmitglieder, ihren Aufgabenbereich und ihr individuelles Führungsverhalten beziehen. Nur so kann wirklich differenzierte Rückmeldung erfolgen.

Alles in allem liefert uns Befragung der Schulleitung viele wertvolle Hinweise und es steht außer Frage, dass sich die Schulleitung der Carl-Orff-Realschule jährlich der kritischen Rückmeldung durch das Kollegium stellen wird.